„Golf ist doch gar kein Sport“ – und andere Irrtümer, die wir hinter uns lassen sollten
„Golf ist doch gar kein Sport.“ „Das ist ein Hobby für Reiche.“ „Das ist nichts für mich.“ „Langweilig.“ Kommt Ihnen das bekannt vor?
Rund um Golf gibt es viele Vorurteile. Viele halten ihn für einen teuren Sport, vor allem für ein Hobby älterer, wohlhabender Männer, oder stellen sogar infrage, ob Golf überhaupt ein Sport ist. Die Realität ist jedoch wesentlich vielfältiger.
1. Golf ist teuer und nur Wohlhabende können ihn sich leisten
Wie bei vielen anderen Sportarten gibt es auch beim Golf günstigere und teurere Möglichkeiten, neue und gebrauchte Ausrüstung sowie Plätze und Unterricht auf unterschiedlichen Niveaus. Für die ersten Schritte ist eine eigene Ausrüstung zudem nicht unbedingt erforderlich.
2. Golf ist ein Sport für ältere Menschen
Eine Besonderheit des Golfs ist gerade, dass er unabhängig vom Alter gespielt werden kann. Junge Menschen, Familien, Freundesgruppen und ältere Spieler finden darin gleichermaßen ihre eigene Herausforderung und Freude.
3. Golf ist ein einsamer Sport
Natürlich kann man auch allein trainieren, doch Golf ist in der Regel ein Gemeinschaftserlebnis. Golfer gehen den Platz häufig in Gruppen, sodass während der Runde viel Gelegenheit für Gespräche und neue Kontakte bleibt.
4. Golf ist gar kein richtiger Sport
Der Golfschwung gehört zu den komplexesten Bewegungsabläufen im Sport. Für einen präzisen Schlag sind gleichzeitig Gleichgewicht, Rumpfarbeit, Schulter- und Hüftbewegung, Koordination, Technik und Konzentration erforderlich.
5. Golfer gehen nur spazieren
Während einer vollständigen Runde legt ein Spieler eine beträchtliche Strecke zurück. Gleichzeitig erfordern die Schläge, das Lesen des Platzes, die Schlägerwahl und die Strategie auch mental ständige Konzentration.
Wer im Golf gut spielen möchte, muss im Moment bleiben: Jeder Schlag ist eine neue Situation, eine neue Entscheidung und eine neue Chance.
6. Golf bietet keinerlei Abwechslung
Golf bietet zahlreiche Spielformen. Neben Stroke Play ist der teambasierte Texas Scramble beliebt, daneben gibt es auch schnelle und verschiedene herausforderungsbasierte Formate.
7. Beim Spielen muss man immer still sein
Die Golfetikette verlangt, dass sich die Spieler während eines Schlages nicht gegenseitig stören. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Golferlebnis selbst nicht gesellig, entspannt und gut gelaunt sein kann.
8. Golf bietet weder Spannung noch Risiko
Ein guter Schlag, ein schwieriges Hindernis, ein Bunker, Wasser oder sogar die Möglichkeit eines Hole-in-One sorgen immer wieder für Spannung. Jedes Loch auf dem Platz verlangt eine andere Entscheidung.
9. Nur Männer spielen Golf
Golf ist selbstverständlich keineswegs ausschließlich ein Männersport. Weltweit spielen Frauen und Männer, Amateure und Profis, und auch in Ungarn gibt es eine aktive Gemeinschaft im Frauengolf.
10. Anfänger und bessere Spieler können nicht zusammen spielen
Ein Ziel des Handicap-Systems besteht gerade darin, dass Spieler unterschiedlicher Spielstärke mit vergleichbaren Ergebnissen und einem gemeinsamen Spielerlebnis zusammen spielen können.
Golf ist also weit mehr, als die von außen entstandenen Klischees vermuten lassen: Bewegung, Konzentration, Natur, Gemeinschaftserlebnis und kontinuierliche Entwicklung zugleich.